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Marktanreizprogramm: 1,8 Mio. Anlagen in 20 Jahren

Eschborn (energate) - Seit dem Start des Marktanreizprogramms (MAP) am 1. September 1999 hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) knapp 1,8 Mio. Anlagen zum Heizen mit erneuerbaren Energien gefördert. Mit einem Volumen von rund 2,85 Mrd. Euro habe das Programm der Bundesregierung in diesem Zeitraum Investitionen von mehr als 23,7 Mrd. Euro ausgelöst, teilte das Bafa zum 20-jährigen Jubiläum des MAP mit. "Ich freue mich, dass das Marktanreizprogramm so gut angenommen wird", sagte Bafa-Präsident Torsten Safarik. Es leiste einen wichtigen Beitrag zur Energiewende im Wärmemarkt.

Über das MAP fördert der Bund die Nutzung von Wärme aus Solaranlagen, Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse und effiziente Wärmepumpen. Daneben vergibt das Bafa Zuschüsse für innovative Technologien zur Wärme- und Kälteerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie für die nachträgliche Optimierung bereits geförderter Anlagen. Getrennt nach den unterschiedlichen Technologien gingen beim Bafa rund 1,2 Mio. Anträge zur Solarwärmeförderung ein, rund 440.000 zur Biomasse und knapp 142.000 zur Förderung einer Wärmepumpe.

Bayern bei Solarenergie und Biomasse vorn

Die Schwerpunkte der Förderung in den vergangenen 20 Jahren lagen vor allem in Bayern und Baden-Württemberg. Aus Bayern erreichten das Bafa mehr als 580.000 Förderanträge, rund 903 Mio. Euro flossen in den Freistaat. Für Baden-Württemberg waren es rund 350.000 Anträge bei einer Fördersumme von 530 Mio. Euro. In den beiden südlichen Bundesländern dominiert die Solarwärme mit mehr als 380.000 Anträgen in Bayern und rund 245.000 in Baden-Württemberg. Mit über 170.000 Anträgen liegt Bayern auch bei der Biomasse mit Abstand vorne.

Die meisten Anträge zur Förderung einer Wärmepumpe (fast 32.000) kommen dagegen aus Nordrhein-Westfalen. Über alle Technologien liegt NRW mit rund 209.000 Anträgen und einer Fördersumme von 218 Mio. Euro auf dem dritten Platz. Erwartungsgemäß profitieren die Stadtstaaten Bremen (4,3 Mio. Euro), Berlin (11,3 Mio. Euro) und Hamburg (12 Mio. Euro) am wenigsten von der MAP-Förderung. Von den Flächenländern stellte Mecklenburg-Vorpommern die wenigsten Anträge (16.500), die Fördersumme beträgt hier rund 29 Mio. Euro. Zur Bilanz "20 Jahre Marktanreizprogramm" hat das Bafa eine neue Informationsbroschüre herausgegeben. /tc


Quelle: energate immo