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Gebäudeenergiegesetz weiter umstritten

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Berlin (energate) - Der Entwurf zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) steht weiter massiv in der Kritik. Das wurde anlässlich einer Anhörung im Wirtschaftsministerium deutlich. Die Verabschiedung des GEG zieht sich bereits seit der vergangenen Legislaturperiode. Innerhalb der Bundesregierung ist das Vorhaben umstritten. So fordert das Bundesumweltministerium etwa schärfere Effizienzvorgaben für Gebäude. Die soll es aber nach Meinung von Bau- und Wirtschaftsressort nicht geben (energate berichtete). Trotz dieser Unstimmigkeiten hatten die beiden Ministerien Ende Mai die Konsultation mit den Verbänden gestartet. Am 26. Juni gab es zudem eine Anhörung im Wirtschaftsministerium.

Vor dem Termin wiederholten Branchenvertreter ihre Kritik am Entwurf. Die Bundesregierung verpasse eine große Möglichkeit, um die eigenen Klimaziele im Gebäudesektor entscheidend voranzutreiben, kritisierte Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). "Die Energieeffizienzstrategie Gebäude führt uns deutlich vor Augen, dass das Klimaziel 2030 im Gebäudesektor nur durch einen beherzten Ausbau der erneuerbaren Energien und eine Steigerung der Energieeffizienz zu erreichen ist", sagte Peter. Die Chance dazu würden mit dem Entwurf zum GEG nicht ergriffen.

Biogasrat fordert Anrechenbarkeit auf EE-Quote

Auch der Biogasrat forderte grundlegende Änderungen am GEG-Entwurf. Dieser leiste keinen Beitrag für wirksamen Klimaschutz im Gebäudesektor und blockiere die Nutzung erneuerbarer Energien auch künftig, kritisierte Janet Hochi, Geschäftsführerin des Verbands. Biomethan werde weiterhin diskriminiert, obwohl dies in Erdgasheizungen eingesetzt, große CO2-Einsparpotenziale biete. Der Biogasrat fordert unter anderem, den technologieoffenen Einsatz von Biomethan oder Biogas über eine Anrechenbarkeit auf die Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energie zu ermöglichen. /kw


Quelle: Energate immo