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Kosten der RLM-Zähler für Solaranlagen oft überteuert

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Kirchdorf - Die Preise für RLM-Zähler bei Solaranlagen sind bei vielen grundzuständigen Messtellenbetreibern überteuert. Diese Kritik äußert der Messstellenbetreiber Commetering nach einem Preisvergleich von 50 Verteilnetzbetreibern, die einen Großteil des Bundesgebietes abdecken. Demnach verlangten die Netzbetreiber zwischen 200 bis über 1.000 Euro für den Einbau und Betrieb des Zählers. Insbesondere die Unternehmen Bayernwerk, Netze BW und Westnetz verlangten "verhältnismäßig hohe Entgelte", kritisierte Commetering in der vierseitigen Kurzanalyse.

22.000 Anlagen sind betroffen

Seit dem 1. Januar ist die registrierte Leistungsmessung (RLM) für alle PV-Anlagen ab einer Leistung von 100 kW Pflicht. Bei der Auswertung blieben allerdings die Solaranlagen in der Direktvermarktung außen vor, weil sich hier in der Regel der Direktvermarkter in Kooperation mit einem ausgewählten Messstellenbetreiber um die Messung kümmert. Für die anderen, geschätzt 22.000 Solaranlagen übernimmt der grundzuständige Messstellenbetreiber diese Aufgabe. Commetering wertete die Preisblätter von 50 Unternehmen aus, in deren Netzgebiet etwa 78 Prozent der 22.000 betroffenen Betreiber sitzen. Im Gebiet von Bayernwerk, Netze BW und Westnetz seien die meisten dieser Anlagen angeschlossen. Dabei berechne Bayernwerk mit 470 Euro pro Jahr überdurchschnittlich viel. Als besonders teures Unternehmen hat Commetering Allgäu Netz mit 1.070 Euro pro Jahr ausgemacht. Den mengengewichteten Durchschnitt (Wandlersatz inklusive GSM-Anbindung) bezifferte das in Kirchdorf (Baden-Württemberg) ansässige Unternehmen auf 362 Euro pro Jahr. Gegenüber dem eigenen Preis in Höhe von 260 Euro (bei einem 8-Jahresvertrag) liege die mögliche Ersparnis somit bei etwa 100 Euro im Jahr.

Die Commetering ist eine Ausgründung aus einer Solaranlagenbetreiber-Plattform (photovoltaikforum.com). Die Unternehmen schlossen sich Ende 2017 zusammen und wollten den Messstellenbetrieb mit den Blick auf den absehbaren Smart-Meter-Rollout selbst in die Hand nehmen. Ihr Geschäftsführer erwartet wegen der Kleinteiligkeit der Zielgruppe und den bestehenden Preisobergrenzen im Rollout keine attraktiven Konditionen von der "alten Energiewirtschaft".


Quelle: Newsletter energate | immo

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