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Energieberater wollen höheren Effizienzstandard

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Berlin  - Der Energieberaterverband GIH fordert ambitioniertere Effizienzanforderungen im geplanten Gebäudeenergiegesetz (GEG). "Es ist kaum zu glauben, dass der Gesetzgeber ernsthaft der Meinung ist, die in der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) festgeschriebenen Anforderungen könnten den Ansprüchen der EU genügen", teilte der GIH mit. Während die EnEV im Neubau den KFW-Standard 70 vorschreibt, erwarte die EU von einem Niedrigenergiegebäude, dass sein Energiebedarf nahe null liegt, betonte GIH-Präsident Jürgen Leppig. Es sei kaum denkbar, dass sich die EU "mit einer dermaßen laxen Umsetzung abspeisen lässt".

Mit dem Gebäudeenergiegesetz will die Bundesregierung bestehendes Recht zur Gebäudeenergieeffizienz zusammenführen. Ein Entwurf wurde in November bekannt. Zugleich dient das Gesetz dazu, die EU-Gebäuderichtlinie umzusetzen, die die Festlegung eines Niedrigstenergiestandards für Neubauten fordert. Das hätte bereits zum Jahresbeginn geschehen müssen. "Der Plan, den Standard aus der EnEV unverändert ins GEG übernehmen zu wollen und vereinbarte Klimaschutzziele nicht zu erreichen, steuert auf Strafzahlungen in Milliardenhöhe zu", kritisierte Leppig. Deutschland sollte guten Willen beweisen und sich zumindest in Richtung KFW-Standard 55 bewegen. Zumal heute ohnehin rund die Hälfte aller Neubauten diesen Standard erreiche.

Quelle: Newsletter energate | immo

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