Wattislos Forum

Sendungstipp Mythen der Elektromobilität

2 Kommentare

  • HOHMUTHG schrieb

    Wir stehen erst am Anfang der Entwicklungen. Die Fahrzeugspeicher sind eigentlich aktuell noch aus der Steinzeit. Wir sind gerade dabei einen Speicher zu testen mit organischer Flüssigkeit. Wenn alles läuft wie die Berechnungen sind, dann wird das eine relativ einfache Geschichte mit dem Aufladen. Einfach an die Tankstelle fahren, die Flüssigkeit ablassen (Wasser) und wieder auffüllen. Der Ladevorgang beträgt 7 Minuten und dürfte bei einem Kleinwagen ala Golf für circa 500 Kilometer reichen.

  • Baumhauskönig schrieb

    Der WISO-Beitrag ist ziemlich optimistisch, dass eine absehbare und mittelfristige Verkehrszukunft mit mäßigen Anteilen elektrisch betriebener Fahrzeuge "gestemmt" werden kann. Diese Ansicht teile ich auch. Um aber eine echte Verkehrswende hinzubekommen, müssen auch andere Antriebe hinzukommen. Etwa mit synthetischen Kraftstoffen (flüssig oder gasförmig), die vor allem aus Windstrom gewonnen werden. Derzeitiger Malus ist allerdings ihr Wirkungsgrad: Ein batterieelektrisches Fahrzeug braucht derzeit 15 bis 20 Kilowattstunden Strom für 100 Kilometer, der Brennstoffzellen-Antrieb mit aus Ökostrom gewonnenem Wasserstoff schon 30 Kilowattstunden. Mit Power-to-gas sind aktuell 90 Kilowattstunden für 100 Kilometer Fahrstrecke nötig. Wohlgemerkt: immer mit Strom aus erneuerbarer Quelle - sonst macht es ja wenig Sinn.
    Um die Klimabelastung des Verkehrssektors spürbar zu senken, muss dieser aber anders organisiert sein. Wenn ich an der Fußgängerampel stehe und die vorbeifahrenden Autos beobachte, sind 18 von 20 Pkw nur mit einer Person besetzt. Und den Luxus, jederzeit mit dem Fahrzeug überallhin losdüsen zu können, sollten wir auch nicht als permanent einforderbares Menschenrecht betrachten. E-Autos werden daran nichts ändern.