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Reparieren statt neu kaufen


von Anna-Maria

Wir reparieren unsere Elektrogeräte immer seltener und werfen immer mehr weg. Allein in München wird in einem Jahr so viel Elektroschrott produziert wie der ganze Eifelturm wiegt. In Deutschland kommen wir auf 22,8 kg Elektroschrott pro Person und Jahr, das ist mehr als in Amerika (19,4 kg) und China (5,2 kg).

Oftmals liegt das daran, dass sich eine Reparatur bei den günstigen Neukaufpreisen kaum rentiert oder reparieren aufgrund fehlender Ersatzteile oder starker Verklebungen gar nicht möglich ist.

Hier soll jetzt eine neue EU-Verordnung eingreifen: Ab 2021 sind alle Hersteller in Europa dazu verpflichtet die Reparierbarkeit und Funktionsdauer von elektrischen Geräten zu verbessern. Außerdem müssen Ersatzteile noch mehrere Jahre nach dem Kauf zur Verfügung stehen. So soll Elektromüll in Europa eingespart werden. Jedoch geht diese Verordnung für viele noch nicht weit genug. Der Haken ist nämlich, dass sich das Gesetz vorerst auf große Haushaltsgeräte (Waschmaschine, Kühlschrank, Spülmaschine und Fernseher) bezieht. Wünschenswert wäre dieses Gesetz auch für andere Elektrogeräte wie Smartphones. Außerdem müssen die Ersatzteile zur Reparatur zwar noch einige Jahre zur Verfügung stehen, allerdings sind diese nicht für Privatpersonen erwerblich, sondern nur für Reparaturbetriebe, was die Kosten wieder in die Höhe treibt. Allgemein gibt es auch keine Regelung dazu wie teuer die Ersatzteile sein dürfen.

Das EU Gesetzt soll ein weiterer Schritt in die richtige Richtung sein. Am Ende liegt es aber auch an jedem von uns selbst mehr zu reparieren und weniger wegzuwerfen.


Einen spannenden Beitrag dazu findet ihr auch auf Galileo: https://www.prosieben.de/tv/ga...


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