Blog

Was ist eigentlich der NECP?


von Anna-Maria
adobestock-81095827.jpeg

NECP bedeutet „National Energy and Climate Plan“, also der nationale Energie- und Klimaplan. In diesem sollen die EU-Mitgliedsstatten umfassend Auskunft über nationale Energie- und Klimapolitik für den Zeitraum von 2021 bis 2030 geben. Dies soll zu einer verbesserten Koordinierung der europäischen Energie- und Klimapolitik beitragen. Erstmalig werden durch den NECP die Energie- und Klimapolitiken der Mitgliedstaaten miteinander vergleichbar dargestellt und untereinander abgestimmt. Diese Koordinierung gewährleistet Marktakteuren Transparenz und Investitionssicherheit.

Allgemein deckt der NECP die fünf Dimensionen der EU-Energieunion ab:

  • Verringerung der CO2-Emmissionen durch Abbau der Treibhausgase und Ausbau der erneuerbaren Energien,
  • Energieeffizienz,
  • Energieversorgungssicherheit,
  • Energiebinnenmarkt sowie,
  • Forschung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.

Er besteht dabei aus zwei Teilen. Der erste Teil ist politisch-strategisch und beschreibt nationale Ziele sowie Beiträge zu EU-Ziele und mit welchen Maßnahmen diese erreicht werden sollen. Der zweite Teil ist analytisch und beschreibt bestehende Maßnahmen und Folgeabschätzungen bestehender Maßnahmen.

Am 31.12.18 mussten die EU-Mitgliedsstatten den NECP Entwurf bei der EU-Kommission einreichen. Jetzt werden diese Entwürfe von der EU-Kommission gesichtet und mit Empfehlungsanmerkungen veröffentlicht. Daraufhin müssen die Mitgliedstaaten ihren finalen NECP bis 31.12.19 einreichen. Die darin beschriebenen Maßnahmen werden regelmäßig überprüft. Außerdem muss alle 2 Jahre ein Fortschrittsbericht vorgelegt werden.

Der deutsche Entwurf baut v.a. auf bereits beschlossenen nationalen Strategien, Zielen und Maßnahmen. Dazu zählen:

  • das Energiekonzept,
  • der Klimaschutzplan (KSP) 2050,
  • der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz NAPE,
  • die Energieeffizienz- und Wärme-Strategie (für 2019 geplant),
  • die Energieeffizienzstrategie Gebäude (ESG),
  • das 7. Energieforschungsprogramm,
  • das nationale Strommarktdesign,
  • Förderinstrumente zum Ausbau der erneuerbaren Energien (insbesondere das Erneuerbare-Energien-Gesetz)

Auch die Ergebnisse des Klimakabinetts sollen in den finalen NECP einfließen.

0 Kommentare