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Was sind Emissionsminderungszertifikate?


von Anna-Maria
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Durch Emissionsminderungszertifikate werden Klimaschutzprojekte unterstützt, welche entstehende Emissionen ausgleichen. Beispiele für solche Klimaschutzprojekte sind Aufforstung und Ausbau erneuerbarer Energien. Projekte, die auch ohne diese finanzielle Unterstützung realisiert werden könnten, werden nicht als Klimaschutzprojekt anerkannt.

Es gibt verschiedene Arten an Emissionsminderungszertifikaten. Die zwei bekanntesten sind die verified emission reduction (VER) und certified emission reduction (CER). CER Zertifikate gelten für Clean development mechanism Projekte (CDM) die den Vorgaben des Kyoto-Protokolls unterliegen. Industrieländer können ihren Minderungs- oder Stabilisierungsverpflichtungen laut Kyoto-Protokoll nachkommen, indem sie CDM-Klimaschutzprojekte in weniger entwickelten Ländern finanzieren oder durchführen. Ziel des CDM ist nicht nur Emissionsreduktionen kostengünstiger zu erzielen, sondern auch, Entwicklungsländer dabei zu unterstützen, eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen, beispielsweise durch Technologietransfer. Die Durchführung der CDM Projekte unterliegt dem UN-Organ CDM-Exekutivrat. Die Emissionsreduktion aus dem CDM und dem Joint Implementation (JI) werden für das Erreichen verpflichtender Klimaschutzziele genutzt. VERs sind lediglich verifizierte und nicht zertifizierte Emissionsreduktionen und werden auf dem freiwilligen Markt gehandelt. CERs können auch für den freiwilligen Gebrauch verwendet werden, VERs wiederum aber nicht für die verpflichtenden Ziele. Aus ökologischer Sicht sind hochwertige VERs mit CERs vergleichbar. Sowohl VERs als auch CERs können mit dem hochwertigen Golden Standard des WWF ausgezeichnet werden. Die Gold Standard Kriterien stellen vor allem die nachhaltige Entwicklung in Schwellen- und Entwicklungsländern in den Vordergrund.

Was meinst du? Sind Emissionsminderungszertifikate eine gute Sache oder beruhigen sie lediglich das Gewissen? 

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