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Ist die richtige Mülltrennung wirklich so einfach?


von annavhpl
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Jeder möchte Heutzutage was für die Umwelt tun, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, hat es in Summe eine große Auswirkung. Allein die richtige Trennung von Müll ist eine Voraussetzung für erfolgreiches Recycling, schont Umwelt und Ressourcen.

Es scheint denkbar leicht zu sein: Organisches in die Biotonne, Plastik gehört in den Gelben Sack, Papier/Kartons in die Papiertonne und Glas wird in den Containern entsorgt.

Richtig oder?

Laut der Studie des Statistischen Bundesamtes soll jeder Deutsche 2016 jährlich etwa 220,5 Kilogramm Müll weggeworfen haben. Insgesamt macht das  18,2 Millionen Tonnen in Form von Plastik-, Papier-, Rest und Sperrmüll.


Der Europa-Schnitt lag bei 163,3 Kilo pro Kopf, davon gingen knapp die Hälfte nämlich 47 % auf das Konto der privaten Verbraucher zurück.  

Am 01.Juni 2012 trat das Kreislaufwirtschaftsgesetz  (KrWG) in Kraft, dass Zahlreiche Verordnungen ergänzt und konkretisiert.

Die fünfstufige Abfallhierarchie ist in §6 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes verankert. Mit Hilfe dieser Rangfolge sollen Abfälle reduziert, nachhaltiger bewirtschaftet sowie Rohstoffe und enthaltene Wertstoffe effizienter zurückgewonnen werden.


Die fünfstufige Abfallhierarchie

  1. Vermeidung
  2. Wiederverwendung
  3. Recycling
  4. Sonstige Verwertung 
  5. Beseitigung


Nehmen wir nun die Beseitigung genauer unter die Lupe, da trotz dieses Wissens sich hier und da kleine Fehler einschleichen, die man ganz einfach vermeiden könnte.

Wertvolle Rohstoffe sind dennoch in dem ganzen Abfall enthalten, die effektiv für den Wertstoffkreislauf wieder verwendet werden können. Vorausgesetzt ist die richtige Trennung.



In den folgenden Tipps wird gezeigt wie es „richtig“ geht:



1. Was gehört eigentlich alles ins Altpapier?

Alles was wie Papier aussieht oder so heißt, gehört nicht gleich in die Altpapiertonne.  

Saubere Verpackungen aus Pappe, Karton oder Papier dürfen ins Altpapier.

Wie Beispielsweise Zeitungen, Eierkartons, Waschmittelkartons oder Broschüren  

Oberflächen- und zwischenbeschichtete Papiere etc. dürfen nicht in die Altmülltonne.

Wie zum Beispiel Tetrapacks die in der gelben Tonne bzw. im gelben Sack entsorgt werden müssen. Zwar ist außen ein Karton zusehen,  doch aufgrund der Kunststoffbeschichtung und dem Aluminium (damit kein Licht durchkommt) im Inneren haben sie nichts im Altpapier verloren.

Pizzakartons,  welche oftmals mit einer Fettabweisenden Beschichtung  versehen sind oder mit Lebensmittelresten verschmutzt  gehören in den Restmüll.

Das gilt ebenfalls für alle beschmutzen Pappen / Papier bspw. Servietten, benutze Taschentücher, Tiefkühlverpackungen, Pappteller oder Geschenkpapier. – Richtig wäre hierfür die Restmülltonne.


2. Glas richtig entsorgen

Jeder kennt den typischen Glascontainer der in die Farbgruppen: Gün, Weiß und Braun unterteilt ist. Farben die jedoch nicht wirklich zu einer dieser Gruppen zuzuordnen sind, gehören in den grünen Sammelbehälter.  Laut Umweltbundesamt kommt diese Mischung beim Wiedereinschmelzen mit dem größten Anteil an Fehlfarben klar.  

!! Achtung:

Tabu ist die Entsorgung von Trinkgläsern, Spiegeln, Glühbirnen, Fenstergläser oder Tonscherben, da diese eine andere Zusammensetzung haben und somit der richtige Weg der Wertstoffhof ist.



3. Der Gelbe Sack bzw. die Gelbe Tonne – nicht nur alle Verpackungen mit dem „Grünen Punkt“ gehören hier rein


Alle Verkaufsverpackungen die aus Kunststoff bestehen gehören hier rein. Auch Verbundverpackungen, wie Plastik, Aluminium, Konservendosen, die Deckel der Altgläser oder Blister Verpackungen von Medikamenten.

Häufige Fehler:

  • Plastikbecher platzsparend stapeln  - das Umweltbundesamt sagt das man dies nicht machen sollte, denn die einzelnen Becherarten müssen die Sortieranlage einzeln durchlaufen
  • Joghurtbecher etc. vor dem wegschmeißen ausspülen - Löffelrein bzw. tropffrei reicht völlig aus. Das Ausspülen verschlechtert nicht nur die Ökobilanz,  verschmutzt die Umwelt mit Spülmittel, sondern wird hierbei noch Wasser unnötig vergeudet.



4. Alles rund um den Biomüll

In die grüne Tonne gehören Speisereste roh oder gekocht. Man sollte dennoch darauf achten keine gekochten Essenreste wie Fleisch, Fisch oder Suppen in der Biotonne zu entsorgen, da diese Fliegen und andere Ungeziefer anlocken.

Tipp: Bioabfälle in Zeitungpapier einwickeln, da es die Feuchtigkeit aufnimmt und verhindert, dass sich Maden bilden können.

Hände weg von kompostierbaren Plastiktüten, da Bioplastik viel länger braucht, um zu Kompost zu werden.


Fällt euch noch Tipps/Tricks oder auf was man achten sollte ein? Dann kommentiert gerne unter den Beitrag und lasst und gemeinsam Diskutieren.

2 Kommentare

  • christian schrieb

    .....Und woher weiß man, dass es dann auch richtig verwertet und recycled wird?

  • JOvali schrieb

    Beim gelben Sack sollte man auch die Deckel von den Bechern komplett abziehen, da sonst der Becher mit Deckel nicht recycled werden kann. Schwarze Plastik-Verpackungen (beispielsweise Duschgel- oder Waschmittelflasche) sind nicht recyclebar, da sie vom Scanner bei der Sortierung nicht erkannt und somit für die Verbrennung aussortiert werden. Am besten meidet man daher die schwarzen Plastik-Verpackungen.