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Jeder Mensch isst eine Kreditkarte pro Woche


von Anna-Maria
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Kürzlich hat der WWF in einer Studie herausgefunden, dass der Mensch bis zu fünf Gramm Mikroplastik pro Woche aufnimmt. Das entspricht etwa dem Gewicht einer Kreditkarte. Könnten Sie sich vorstellen jede Woche eine ganze Kreditkarte zu essen?

Am meisten nehmen wir das Mikroplastik dabei über unser Trinkwasser auf, aber auch in Lebensmitteln wie Honig, Muscheln und Fisch wurde es bereits nachgewiesen. Der Kunststoffmüll schadet somit nicht nur den Flüssen und Ozeanen, sondern befindet sich mittlerweile auch im Boden und in der Luft, was bedeutet dass wir die Mikroplastikteilchen einatmen und somit nicht verhindern können diese aufzunehmen. Vor allem in der Kosmetikindustrie ist die Verwendung von Mikroplastik erschreckender Standard. Die Kunststoffe in den Kosmetikprodukten gelangen dann über lokale Abwässer ins Meer, wo sie eine große Gefahr für die Meeresorganismen darstellen.

Jährlich gelangen bis zu einer halbe Millionen Tonnen Plastikmüll ins Mittelmeer, das entspricht 33.800 Plastikflaschen pro Minute. Innerhalb von 10 Jahren wird dieser Plastikmüll regelmäßig wieder an die Küsten angeschwemmt. Täglich sammeln sich so fünf Kilogramm Kunststoffmüll pro Küstenkilometer an. Dieser Meeresmüll verursacht jährlich Kosten in Höhe von 641 Millionen Euro. Ein Grund für die Verschmutzung ist, dass von den 24 Millionen Tonnen der jährlich in den Mittelmeerländern anfallenden Plastikabfälle 6,6 Millionen Tonnen schlecht verwaltet werden, d.h. sie werden entweder gar nicht erst eingesammelt oder nach Sammlung auf  illegalen Deponien oder in der offenen Landschaft ausgeschüttet.

Jetzt ist es an der Zeit etwas zu verändern!

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