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Mit Digitalisierung in der Tierhaltungsbranche konkurrenzfähig bleiben


von Maria
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Deutschland ist ein klassisches Fleischkonsumland, jedoch sank laut Fleischbilanz der BLE die Erzeugung zuletzt auf den tiefsten Stand seit fast zehn Jahren. Niedrige Erzeugerpreise und gleichzeitig steigende Strompreise sind der Grund. Wer auf dem Markt bestehen will, muss seine Betriebskosten im Griff haben und stetig versuchen, diese durch mehr Effizienz zu senken.

Die Lüftung gehört zu den wichtigsten Einflussfaktoren in der gesamten Tierhaltung. Sie beeinflusst im hohen Maße das Wohlbefinden des Tieres und die verbundene Tierleistung. So hat die Lüftung neben Beleuchtung und Fütterung einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch.

Hersteller Lüftungssysteme

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl an Herstellern von Lüftungen mit Abluftsystemen. Bei der Wahl ist zu beachten, dass die Anlage je nach Tierart individuell auf den Kunden anzupassen ist und die Transparenz des Anlagebetriebs durch eine elektronische Darstellung garantiert ist.

Wir stellen zwei Anbieter vor:

  • Die SCHAUER Agrotronic GmbH bietet Schlauchlüftungen mit frequenzgesteuerten Ventilatoren an. Dabei erfolgt eine Energierückgewinnung aus der Abluft. So können bis zu 50 % Energiekosten gespart werden.
  • Die SCHULZ Systemtechnik GmbH sorgt mit ihren Luftwäscher für die Schweinehaltung anhand von optimierte Abluftführung für niedrige Druckverluste. Eine Reduzierung der Energiekosten für die Lüftungsanlage ist durch die optimale Anlagenführung gewährleistet.

Steigerung der Energieeffizienz durch Einsparzähler

Um branchenübergreifend den Stromverbrauch zu senken, fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zudem aktuell verschiedene Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz. Darunter auch den Einbau von Einsparzählern in Ställen. Diese messen den Stromverbrauch, woran der Nutzer anhand der Messdaten Energie-Effizienzmaßnahmen vornehmen kann. Ein gewichtigerer Faktor für smarte Zähler ist laut einer aktuellen Studie der Universität Augsburg zufolge ihr potenzieller Beitrag zum Klimaschutz. Denn besonders aufgeschlossen zeigten sich solche Teilnehmer, die sich von den neuen Zähler einen Beitrag zum Umweltschutz versprachen, teilte die Universität Augsburg mit.

Hierzu hat der Ingolstädter Energielieferant und Dienstleister meistro ENERGIE GmbH das Projekt Einsparzähler genehmigt bekommen, das aus Mitteln des BMWI gefördert wird. Im Rahmen des Programms soll die energetische Digitalisierung in kleinen und mittelständischen Betrieben etabliert werden. Im zweiten Förderjahr liegen die ersten erfreulichen Ergebnisse zur Optimierung der Eigenverbrauchsquote vor.

Ein Projektbetrieb aus Niedersachsen konnte durch eine Intensivreinigung der Lüftungsanlage den Stromverbrauch von täglich ~29 kWh auf ~17 kWh senken. Eine jährliche Einsparung von 7.550 Euro kann auf die gesamte Lüftungsanlage berechnet werden. Seit der intensiven Reinigung läuft die gesamte Lüftungsanlage ruhiger, hat hierdurch auch eine geringere Laufleistung und einen geringeren Energieverbrauch. Die Kosten für die intensive Reinigung betrugen einmalig 3.500 Euro. Eine Investition, die sich also schon amortisiert hat. In den Jahren zuvor wurde nur eine jährliche Spülung vorgenommen, die nicht den gewünschten Effekt erzielte. Darauf aufmerksam geworden ist der Projektbetrieb der zu reinigenden Lüftungsanlage durch das Aufzeigen der Energieverbrauchsdaten und dem daraus ersichtlichen, zu hohen Verbrauch.  

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Es sind nur noch Projektmittel für 40 Betriebe vorhanden. Interessierte Betriebe (Rind/Schwein) können sich hier informieren: https://www.rind-schwein.de/brs-news/stromeffizienz-projektpartner-gesucht-1.html.

Alternativ können Sie sich auch gerne unter www.meistro.de/effizienz/einsp... wenden.

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