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Gerätetest: Das homee Prinzip


von MarcusH
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Die Smart Home Technologie ist in aller Munde. Kein Wunder, dass die verschiedenen Hersteller auf diesem spannenden Zukunfts-Markt um möglichst hohe Marktanteile kämpfen. Abseits der großen Platzhirsche haben sich junge innovative Unternehmen der Idee angenommen. Darunter auch das baden-württembergische StartUp Codeatelier. Mit ihrem Produkt homee wollen sie vor allem ein großes Problem lösen: Da es noch keine verbreiteten Normen im Smart Home Bereich – wie beispielsweise Blu-ray bei nicht-digitalen Filmformaten – nutzen verschiedene Gerätehersteller auch eigene Funktechnologien, die mit den eigenen Geräten zwar kommunizieren, aber Produkte von anderen Herstellen nicht erkennen. Die Folge: Der Konsument muss sich für ein System entscheiden und kann eben nicht aus dem vielfältigen Angebot seine Wahl treffen. homee verspricht, mit allen Geräten kommunizieren zu können, auch wenn die Technologien verschieden sind. 

Dem wollten wir auf den Grund gehen – und das ist bei unserem ersten Test herausgekommen.


Die Ausgangslage
Vor dem Einzug der homee Würfel war die Mietwohnung bereits mit einigen Smart Home Geräten ausgestattet. Dazu gehörten ein Google Home Mini als sprachgesteuerte Zentrale, verschiedene Philips Hue Leuchtmittel und ein elektronisches eqiva N Heizkörperthermostat. Neu hinzugekommen sind der homee Brain Cube, ein homee Z-Wave Cube und ein Spirit Z-Wave Plus Thermostat. Zur Steuerung wurde in diesem Fall aus dem Google Playstore die homee App verwendet. In einem nachfolgenden, tiefergehenden Test werden wir zusätzlich noch den homee Energiemanager einsetzen.


Das Auspacken
Bereits beim Auspacken der homee Geräte fällt auf: auf überflüssigen Schnickschnack wird auch bei der Verpackung verzichtet. Diese besteht nämlich nur aus dem Pappkarton selbst. Das ist nicht nur extrem effizient, sondern durch den Verzicht von Plastik auch überaus umweltfreundlich. Dafür schon einmal ein großes Lob. Auf der Verpackung werden erste Schritte aufgezeigt. Allerdings wird auf eine ausführliche schriftliche Anleitung verzichtet, was zunächst auch sinnvoll erscheint, da die Installation ja laut eigenen Aussagen kinderleicht ist. Doch dazu später mehr.


Die Installationen

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Den Brain Cube an den Strom anschließen – App herunterladen – los geht´s. Klingt einfach, ist es soweit auch. Nach dem Auspacken des Basiselements Brain Cube muss dieser zunächst einmal mit dem heimischen WLAN verbunden werden. Klappt reibungslos, die Schaltzentrale funktioniert schon mal. Nach dem Download der passenden App kann man den Brain entweder per homeID eingeben oder den QR-Code scannen. Beide befinden sich an der Unterseite. Soweit so gut, doch dann kommt die zuvor erwähnte Hürde (glücklicherweise ist dies aber auch die einzige). Nach dem erfolgreichen Erkennen des Brain per QR-Code, muss ein Benutzer inklusive Passwort angelegt werden. Und da fingen die Probleme mit der Fehlermeldung „Stelle sicher, dass du dich weiterhin im gleichen Netzwerk wie homee befindest.“ an. Eine Lösung oder wenigstens ein Hinweis darauf, wo genau das Problem liegt, war mit nicht sofort klar. Dabei war es recht simpel: homee hat ein eigenes WLAN aufgebaut, mit dem sich das Smartphone zunächst verbinden muss. Ist das erst einmal erfolgreich eingerichtet, kann man das reguläre heimische WLAN wieder verwenden. Im Anschluss folgt das Hinzufügen der verschiedenen Cubes, um auch mit den weiteren Geräten kommunizieren zu können. Ist das erledigt, folgt das Hinzufügen von Geräten. In diesem Fall das Spirit Z-Wave Plus Thermostat. In der App auf „Geräte“ klicken und den Z-Wave auswählen. Klappt wunderbar, das Thermostat wurde erkannt und liefert sofort korrekte Daten. Alles in allem hat nach kleineren Schwierigkeiten alles hingehauen und die Technik funktioniert hervorragend, wenn sie einmal steht.


Hohe Anschaffungskosten
Um eine einhundertprozentige Abdeckung der Gerätevielfalt gewährleisten zu können, muss man sich alle drei Cube-Modelle anschaffen: homee Z-Wave Cube (für Geräte, die über Z-Wave funken), homee ZigBee Cube (für Geräte, die über ZigBee funken, darunter zum Beispiel die Hue Familie von Philips) und den homee EnOcean Cube (für Geräte, die über EnOcean funken). Nachdem bereits das Basisgerät Brain Cube mit 129 Euro zu buche schlägt, werden für jeden einzelnen Cube noch jeweils 99 Euro fällig. Bei einer annähernden Gesamtabdeckung also rund 426 Euro.
Jedoch werden auch Starterbundles, bestehend aus Brain und einem Funkwürfel, zu 199 Euro angeboten.

Fazit
Hat man diese Erstinvestitionshürde allerdings überschritten, kann es aber losgehen. Der homee lohnt sich also vor allem für Menschen, die sich nicht von einem Hersteller und dessen Funknorm abhängig machen möchten. Wir werden es auf jeden Fall weiter nutzen und noch einen Cube anschaffen, damit auch die vorhandenen Hue Lampen angesteuert werden können. Vielen Dank auch noch an den Hersteller Codeatelier für die Zurverfügungstellung der Geräte.

Pro:

  • Geräte der verschiedensten Hersteller können genutzt werden
  • Kein unnötiger Verpackungsmüll
  • Einfaches Hinzufügen von Würfeln und Geräten
  • Alle gesammelten Daten werden laut Hersteller nur auf dem homee gespeichert – und nicht wie bei anderen Anbietern im Internet.
  • Mit der kostenlosen App alles im Griff
  • Sehr kleine und stylishe Module
  • Made in Germany

Contra

  • Relativ hohe Anschaffungskosten
  • Kleinere Installationsprobleme aufgrund fehlender Anleitung

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