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Überraschung e-Bike


von Lukas

Bevor wir anfangen und über das getestete e-Bike sprechen, möchten wir uns recht herzlich bei dem Radhaus in Ingolstadt für die kostenlose Bereitstellung des Fahrrads bedanken. Nach kurzer Absprache haben wir das Fahrrad abgeholt und waren sofort begeistert. Doch dazu später mehr. 


Welches Fahrrad haben wir überhaupt testen dürfen?

Das Trekking Fahrrad aus dem Hause Haibike (SDURO Trekking 6.0) stieß uns sofort mit seinen giftgrünen Aktzenten ins Auge. Ausgestattet war das Fahrrad mit dem Multifunktions-LCD-Display, der Zweifach-Kettenblatt Option, einem Gepäckträger, einem über das Display steuerbares Licht, einem herausnehmbaren Akku und natürlich mit: dem PW Antrieb von YAMAHA. 


PW Antrieb von YAMAHA

Der Elektromotor von YAMAHA hat mit einem Drehmoment von 70 Nm eine Reichweite von ca. 100 km im Unterstützungsmodus „Standard.“ Je nachdem, welchen Modus man aktiviert variiert die Reichweite des Elektromotors bzw. der der gespeicherten Energie im Akku.

Der PW Antrieb gibt dem Fahrer ein gutes Gefühl und unterstützt ordentlich. Auswählbar sind die Unterstützungsmodi Eco +, Eco, Standard oder High. Wie viel Unterstützung man beim Treten vom Motor erhält, hängt logischerweise vom eingeschalteten Modus ab. Fährt man auf High bzw. auf Eco +, so verringert oder erhöht sich die Reichweite.

Die Geräuschkulisse des Elektromotors ist eine der leisesten auf dem aktuellen Markt. Man nimmt die Lautstärke noch am Anfang wahr, aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit auf dem e-Bike sind die Geräusche kaum noch relevant bzw. wahrnehmbar. 


Das Multifunktions-LCD-Display mit Bedienelement

Das Display ist einfach zu bedienen. Man kann es während der Fahrt bedienen, ohne den Lenker loslassen zu müssen. Das Bedienelement befindet sich am Handknauf und das Display wiederum in der Mitte des Lenkers. Man findet auf dem Bedienelement vier Knöpfe. Auf dem Bedienelement kann man das Licht an- und ausschalten, die Unterstützungsstufen einstellen (Off, Eco +, Eco, Standard, High) und die Schiebehilfe aktiveren (bis 6km/h).

Die Möglichkeiten des Multifunktions-LCD-Displays sind umfassend. Der Akku-Ladezustand, die Restreichweite, Fahr-, Durchschnitts- und Maximalgeschwindigkeiten, Tages- und Gesamtkilometer, Uhrzeit sowie der aktuelle Unterstützungsgrad können angezeigt werden. So behält man gerade das eigene Fahrverhalten im Blick und kann so die eigene Fahrweise anpassen bzw. optimieren.


Das Zweifach-Kettenblatt

Begeisterten Fahrradfahrern ist dieser Begriff wahrscheinlich bekannt. Trotzdem gehen wir gerne nochmal darauf ein. Von der Zweifach-Kettenblatt-Option profitiert der Fahrer, da so eine optimale Übersetzung möglich ist. Ob höhere Übersetzung bergab, oder auf Langenstrecken oder eine kleinere Untersetzung am Berg – der Fahrer findet so den optimalen Kadenzbereich. Mit anderen Worten: Eine höhere Gang-Bandbreite ist vorhanden.


Die Schiebehilfe

Nützlich ist auch die Schiebehilfe. Doch einen Knopf auf dem Bedienelement für das LCD-Display lässt sich das Fahrrad quasi von alleine fortbewegen. Das ist nützlich, wenn man mal etwas Schweres auf dem Gepäckträger hat. Durch Loslassen des Knopfs entfällt die Schiebehilfe.


Der Akku

Das Laden war überhaupt kein Problem, denn ein großer Vorteil ist, dass man den Akku herausnehmen konnte und diesen so zu Hause in Ruhe laden konnte. Gesichert ist der Akku mithilfe eines Schlosses mit Schlüsselfunktion. Im Detail handelt es sich hierbei ebenfalls um einen Akku von YAMAHA. 

Im Detail:

YAMAHA Akku PASC3

500 Wh

Input: 220 V – 240 V | 50/60 Hz | 1.4A

Output: 42.0 V- 4.0 A


Das Fahren

Gefahren sind wir das Fahrrad insgesamt vier Tage. Täglich auf dem Arbeitsweg hin und zurück. Eine längere Tour haben wir ebenfalls unternommen. Insgesamt kommen wir so auf 65 Kilometer, die letztendlich mühelos durch die Unterstützung des Elektromotors gefahren werden konnten. Der Arbeitsweg war überraschenderweise sehr angenehm zu fahren, da man eben nicht während den sommerlichen Temperaturen verschwitzt zur  Arbeit kommt.

Die Unterstützung des Elektromotors ist eine feine Sache und man kommt sehr schnell auf 25 km/h. Ist aber die Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht, so entfällt die Unterstützung beim Fahren. Das ist aus unserer Sicht auch erforderlich, da die Geschwindigkeit von 25 km/h doch sehr schnell ist und die Unfallgefahr dadurch erhöht wird.  Natürlich sind weiterhin höhere Geschwindigkeiten durch das herkömmliche Treten möglich. Ansonsten ließ sich das Fahrrad von Haibike angenehme fahren –  durch den Gepäckträger in Kombination mit der Schiebehilfe konnte man schließlich auch einige Gegenstände ohne weiteres leicht transportieren. 


Ein e-Bike kaufen?

Wir sagen ganz klar: Ja!

Gerade Menschen, die gerne Fahrrad fahren, aber aus gesundheitlichen Gründen das ohne weiteres nicht mehr ausüben können oder zu einer Alternative greifen möchten und nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit fahren möchten, sollten hier ein e-Bike in Erwägung ziehen. Der zunächst hohe Anschaffungspreis sollte aber nicht abschrecken. Denn hat man erst einmal bequem und ohne körperliche Anstrengung e-Bike gefahren, dann steigt man definitiv öfters aufs Fahrrad. Und der Umwelt tut man damit auch etwas Gutes!

1 Kommentar

  • Baumhauskönig schrieb

    Lieber Lukas,

    besten Dank für deinen interessanten Testbericht, der meine alten (Pedelec wurde leider gestohlen, weil unzureichend gesichert) und neuen - im wörtlichen Sinne - Er"fahr"ungen voll bestätigt. Für mich macht das Pedelec vor allem in der Distanz bis 10 km den Verzicht auf das Auto sehr leicht. Allerdings bevorzuge ich eine Nabenschaltung, weil die sich auch im Stand vor der Ampel bedienen lässt. Mit sieben Gängen und vier E-Unterstützungsstufen habe ich hinreichend Optionen.

    Ich hätte zu gern noch den Ladenpreis für das Haibike gewusst. Die Realität zeigt nämlich, dass für viele potenzielle E-Radler der monetäre Himmel nach oben eben nicht offen ist. Bevor man sich deshalb einem Pedelec vom Discounter mit zweifelhafter Güte zuwendet, hier vielleicht noch ein nützlicher Tipp:

    Es hilft oft, beim Radhändler des Vertrauens nach einem Vorjahres- und womöglich auch Vorführmodell zu fragen. Mein neues E-Gefährt habe ich im Dezember letzten Jahres als 2017er Modell gezielt ausfindig gemacht, es hatte bis dahin 40 km auf dem Tacho. Längere Testfahrt incl. Haldenanstieg verlief super. Der Hersteller gab eine Preisempfehlung von 3.200 Euro, im Laden hätte es im letzten Sommer noch 2.600 Euro gekostet. In sehr freundlichen Gesprächen hab' ich mich mit dem (kleineren) Radhaus auf 2.000 Euro geeinigt - inbegriffen war die Umrüstung auf farblich abgestimmte Applikationen (Sattel, Handgriffe, Reifen), ein sicheres Schloss sowie den stabilen Heckkorb legte der Händler ungefragt drauf.

    Das einzige Problem besteht in dem höheren Gesamtgewicht - besonders für Frauen. Nicht beim Fahren, sondern im Abstellen. So ein wertvolles Rad lässt man nachts auch nicht angekettet vor dem Haus stehen. Es jedesmal in den Keller und wieder hinauf tragen zu müssen, verdirbt den meisten den Spaß. Eine Garage, in der das Rad trotzdem angekettet wird, wäre von großem Vorteil ...

    Viele Grüße vom Baumhauskönig

    P.S.: Ich fühle mich stets diffamiert, wenn ich in den Medien von "rasenden Rentnern" lesen muss, die ihr "zu schnelles E-Rad" leider nicht beherrschen und angeblich deshalb stürzen. Kein E-Radler, den ich kenne, fährt ein Pedelec der Geschwindigkeit wegen. Sondern weil es im Zweifelsfall immer die Entscheidung gegen das Auto leicht macht.
    Was meint ihr dazu?